ImmobilienScout24 l Gewerbeflächen und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) haben für das Stimmungsbarometer „IW-ImmobilienScout24 Index“ erstmals gemeinsam rund 600 deutsche Immo-bilienunternehmen befragt. Das Ergebnis: die Stimmungslage in der Branche ist insgesamt sehr gut und auch für den Büroimmobilien-Markt gilt „Daumen hoch“. Der Index erfasst die Geschäftslage von großen Immobilienunternehmen und Projektentwicklern in Deutschland und erscheint vierteljährlich.

Allgemeine Stimmungslage auf dem Immobilienmarkt

Immobilienunternehmen bewerten ihre Lage im ersten Quartal 2017 mit einem Wert von 85 als sehr gut. Die befragten Investoren und Projektentwickler rechnen zudem mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage in den kommenden zwölf Monaten (Steigerung um 8 Punkte, von 11 Punkten in Q4/2016 auf 19 Punkte in Q1/2017).

„Die Branche zeigt sich insgesamt sehr entspannt. Es wird eine Verstetigung der guten Entwicklung erwartet, teilweise sogar eine Verbesserung“, kommentiert Professor Dr. Michael Voigtländer, Leiter Kompetenzfeld Finanz- und Immobilienmärkte des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW Köln). „Tatsächlich sind die Rahmenbedingungen auch sehr gut. Denn die Gesamtwirtschaft wächst solide und die Zuwanderung insbesondere in die Städte treibt die Nachfrage nach Wohn- und Gewerbeimmobilien.“

54 Prozent der Immobilienunternehmen rechnen mit einer Wertsteigerung ihrer Bestände und 65 Prozent prognostizieren weitere Mietsteigerungen. Lediglich im Hinblick auf die Finanzierungsbedingungen zeigt sich die Immobilienbranche weniger optimistisch. Inzwischen erwarten rund 29 Prozent eine Verschlechterung. Im Vorquartal waren nur 21 Prozent dieser Ansicht.

Stimmungslage Büroimmobilien-Markt

Für Büroimmobilien wird die Lage im Vorquartal hervorragend eingeschätzt (Wert Q4/2016: 92) – die Branche ist im Hinblick auf dieses Segment immer noch äußerst positiv gestimmt (aktueller Wert Q1/2017: 87). Gleiches gilt für die Erwartung zur zukünftigen Entwicklung. Die überwiegende Mehrheit der Befragten geht davon aus, dass die Lage „etwa gleich bleiben“ wird (Wert 80). Auch die Wertentwicklung von Büroimmobilien wird positiv gesehen (Wert rund 51). Zudem rechnen Immobilieninvestoren und Projektentwickler mit steigenden Büromieten (Wert 69).

Befragt nach dem Standort mit den besten Perspektiven für eine langfristige Investition in Büroimmobilien, nannten 30 Prozent Berlin als Nummer 1. Es folgen Frankfurt am Main auf Platz 2 (rund 18 Prozent) und München auf Platz 3 (rund 14 Prozent). Alternative Büro-Standorte abseits der Top 7-Städten Berlin, Hamburg, Köln, München, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt gelten bei den befragten Unternehmen als wenig relevant (3,6 Prozent).

„Die Hauptstadt bietet noch Wachstumsperspektiven im innerstädtischen Bereich. Damit ist Berlin gegenüber anderen Städten klar im Vorteil, die in zentralen Lagen keine freien Flächen mehr haben. Das trägt erheblich dazu bei, dass Berlin beste Investitionsperspektiven bescheinigt werden“, so Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei ImmobilienScout24. „Zudem ist Berlin ein Magnet für Unternehmen und erlebt derzeit eine hohe Nachfrage nach Büroimmobilien, was wiederum zu steigenden Büromieten führt.“